Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
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willen, daß ich ohne sie Dich nie gesehen habenwurde."

Lneilie wollte nicht weiter hören. Mit demsel-ben sanften Tritt, der sic in den Bereich dieserUnglüksworte getragen, kehrte sie wieder in ihreverlassene Kammer znrük.

Am Abend, als St. Amand allein in seinemGemach saß, vernahm er ein leises Klopfen an derThür.Herein!" rief er nnd Lneilie trat ein. Et-was verlegen fuhr er ans und wollte ihre Hand er-greifen , aber sie wies ihn sanft znrük. Sic ließsich ihm gegenüber ans einen Stuhl nieder nndredete ihn mit gesenkten Bliken also an:

Mein lieber Eugen, ich habe etwas auf demHerzen, das ich lieber ans Einmal anssprechen will,und wenn mir vielleicht die rechten Ansdrüke fürDas fehlen, was ich sagen möchte, so must Du aufLncilien nicht böse werden; cs ist nicht leicht Dasin Worte zu fassen, was man tief empfindet." Er-rvthend und etwas von Dem was folgen dürfte vermu-tchcnd wollte sie St. Amand unterbrechen: sie aber wink-te ihm mit sanfter Ungeduld Stillschweigen zu undfuhr fort:

Dn erinnerst Dich, daß als Du mich liebtest,ich Dir oft sagte, Du würdest diese Empfindungnicht mehr für mich haben, wenn Du sehen könntest,wie wenig ich Deine Neigung verdiene. Ich täuschtemich nicht, Eugen; ich hatte stets die Ueberzeugungdaß es so gehen werde, daß Deine Liebe zu mir