Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
79
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wart fürder nicht zu ertragen. Mit hinabgcdrükteuKlagen floh sie nach ihrem Zimmer, nm dort ihrenThriinenfreie» Lanfzn lassen, und wandte so, daderVater in der Regel den Tag über abwesend iwarund die Mntter sich entweder mit ihrer Handarbeitoder mit der Haushaltung beschäftigte, Julien un-glüklicher Weise tausend Gelegenheiten zu, der Macht,die sie über nein nicht über das Herz! überdie Sinne St. Amands zu gewinnen angefangen,mehr und mehr Bestand zu geben. In der edclnGeradheit ihres Gemüths argwöhnte indessen diearme Lucilie den ganzen Umfang ihrer Leiden immernoch nicht und ward bisweilen durch die Hoffnungerhoben, einmal vermalt, e »mal in jenem eng ver-trauten Verhältnis;, worin sich ihre unaussprechbareLiebe mit weniger Zurükhaltung andenten konnte,als jezt, dürste sie vielleicht ein Herz wieder ge-winnen, das ihr so ganz angehört hatte, das; sie sichdessen völligen Verlust nur als Folge irgend einesMisverständniffes zu denken vermochte. An diesemHoffnunganker hing das ganze eingeschwundene Glük,das ihr noch übrig blieb. Auch drängte St. Amandimmer noch ans die Hochzeit, aber in welch an-ders gewordenem Ton! Eigentlich wollte er sich nurdie Möglichkeit eines noch grösern Undanks, alsderjenige worein er bereits verfallen, benehmen.Er schmeichelte sich mit dem eitel» Gedanken, dasgeknikte Bäumchen der Liebe werde durch die Bandeder Pflicht wieder ansgebnnden und gekräftigt wer-