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mol denken magst, nicht plözlich, an Einem Tag oderin Einer Woche, hervor, aber jeden Tag zeigte cssich mehr und mehr. Bei aller Bezauberung, Ver-sinkung St. Amands würde er sich indessen viel-leicht nie einer Treulosigkeit schuldig gemacht haben,gegen die er mit dem Gefühl der bittersten Vor-würfe anznkämpfen suchte, wäre der unglüklicheKontrast nicht gewesen, den im ersten Moment seinerausströmenden Begeisterung Julie gegen Lucilie ge-bildet. Ohne diesen hätte er sich keine Vorstellungeiner wirklichen, lebenden Schönbeit gemacht, welcheder Enttäuschung von seinen Fantasiebildern undTräumen z» Hilfe kam. Er- hätte Lucilten jungund anmnthvoll, mit liebestralendcn Augen und blosim Gegensaz mit den gefurchten Gesichtern und ge-beugten Gestalten ihrer Eltern gesehen, und sie, siehätte den Sieg über ihn vollendet, eh er entdekte,daß sie nicht so schön sei, als Andere. Nein, mehrnoch: — jene Treulosigkeit würde die paar erstenTage nicht überdauert haben, wäre von dem citelnherzlosen Gegenstand derselben nicht jede Kunst,die ganze Macht und Zauberei ihrer Schönheit auf-geboten worden, um den Riß zu festigen und weitersortzuführen. Die unglükliche Lucilie — so bcrühr-bar von der kleinsten Umänderung in Denen, welchesie liebte, so demüthig und doch so stolz in dieserDemuth, — nicht länger norhweudig, nicht längerrerimet, nicht länger geliebt, — vermochte die schmerz-liche Vergleichung der Vergangenheit mitderGegcn-