Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
69
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ihr Herz; sie sagte ihm Alles. Ihre Einfalt undihr Ernst rührten den guten Priester innig. Er be-fragte sie umständlich über die besondere Art vonBlindheit woran St. Amand leide, und nach einemkleinen Nachdenken sprach er:Tochter, Gott istgros und barmherzig ; mir müssen ans seine Machtvertrauen, aber wir dürfen nicht vergessen, daß ergewöhnlich durch sterbliche Vollstreker seines Willenshandelt. Da Dn aus Deinem Heimweg über Löwenkommst, so versäume nicht, dort einen gewissen ArztNamens Le Kain anfzusnchen. Er ist durch ganzFlandern wegen der Heilungen berühmt die er unterden Blinden vollbracht hat, und sein Rath wird vonallen Ständen ans der Ferne und Nähe gesucht. Erwobnt hart neben dem Stadthaus ; übrigens kann DichJederman nach seiner Thür weisen.-Halt, mein Kind,ich will Dir einige Zeihen an ihn mitgebeu» er istein wolwollcnder, gütiger Mann; Dn ninst ihmgenan dieselbe Geschichte (und mitderselben Stimme)crzälen, die Dn mir crzält hast."

Damit hieß der Priester Lucilien ihn nach seinerWohnung begleiten und nachdem er sie erst gcnö-thigt, sich minder kärglich zu erfrischen, als sic seitihrer Abreise von Mccheln getha», gab er ihr sei-nen Segen und einen Brief an Le Kain, der ihr,wie er richtig dachte, ein geduldiges Gehör bei demArzt verschaffen würde. Der Name des Priesters warunter allen Gelehrten wol bekannt, und ein em-pfehlendes Wort von ihm that da. wo Tugend und