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von der Gesellschaft batte irgend einen gleich wahrenund unbestreitbaren Bericht zu liefern von einer ambeiligen Grab geheilte» Krankheit oder erhörtenBitte oder vergebenen Sunde. Auf Lncilien machtebesonders Eine Geschichte tiefen Eindrnk; der Erzä-ler, ein ebrwürdiger, alter Man» mit grauem Haarerklärte feierlich er selbst könne die Wahrheit allesDessen, was er sage, bezeugen.
Eine Frau in Antwerpen hatte als Frucht einerunerlaubten Verbindung einen taubstummen Knabengeboren. Die unglüklichc Mutter hielt dieses Mis-geschik für eine Strafe ihrer Sünde. „Ach!" riefsie, „wäre der Jammer doch ans mich allein ge-fallen! Elende die ich bin; mein nnschnldiges Kindmuß für meinen Frevel büßen!" Dieser Gedankeverfolgte sie Tag und Nacht. Nichte vermochteihren Kummer zu trösten. Als das Kind gröserwurde und ihr Herz mehr und mehr in Anspruchnahm, gaben seine Liebkosungen ihrer Reue neueSriche, nnb endlich — fuhr der Erzäler fort — be«schloß sie barfuß zum Grab in Köln zn pilgern,dessen heiliger Ruf ihr sovielfach zn Ohr gekommen.„Gott ist barmherzig," sprach sie. „und Der welche»Magdalcncn seine Schwester nannte mag der MutterFluch vom Kinde nehmen." So wandcrie sie dennnach Köln, ließ ihren Thränen, ihrer Zerknirschung,ihren Bitten am heiligen Grab vollen Lauf. Wasglich aber ihrem Schrekcn, als sie bei der Rükkehrin die Vaterstadt ihr Händchen als Trümmerhaufen