Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
61
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il»n das Glük, dessen Vorstellung ihn wie ein Ge-speist verfolgte, zuriikgeben könnte.

Lnciliens sämtliche Familicnglieder waren ka-tholisch und hatten, wie viele Menschen ihres Stan-des, eben sowol den Aberglauben als die Frömmig-keit dieses kirchlichen Bekentniffes. Zuweilen unter-hielten sie sich Abends von den verschiedenen Legendenund Mirakeln ihres Kirchenkalendcrs, und als man ein-mal mit ein paar Nachbarn in einem solchen Ge-spräch begriffen war, wurde das Grab der heiligendrei Könige in Köln Hauptgegenstand der Unterre-dung. Bei aller Schärfe des Verstandes entgingLucilie, wie Du leicht begreife» wirst, doch den An-sichten Derer nicht, die mit ihr von der Wiege anaufgezogen worden, und so horchte sie auf die Wnnderge-scbicsiten von dem heilige» Grab so ernsthaft undzweifellos wie die klebrigen.

Auch gekörten die Könige ans Morgenland nichtz» den gewöhnlichen Fnrbittern. Ueberresten der dreiWeisen, welche dem Stern von Bethlehem gefolgtund die ersten Machthaber ans der Erde gewesen , dieihren Erlöser angcbetct, mochte ein srviiimer Katho-lik wol eine besondere Kraft und Heilfähigkeit zu-tebrciben. Jeder ans der Gesellschaft (St. Amand,der den Tag »»gewöhnlich schweigsam und selbsttraurig zngebracht, hatte sich nach seinem Zimmer z u-rilegezogen, denn cs gab Augenblike, wo er in derVerdüsterung seiner Gedanken die Einsamkeit suchte,die er zu andern Zeiten so ungeduldig stol;^Jeder