Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
59
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LS

gewann wenn man mir vorlas, als ich ans die leben-digen Gemälde der Dichter horchte, als ich beim Verneh-men groserThaten erglühte, als ich dnrch Bücher mit derKraft der Thätigkeit, der Wärme, der Pracht, der Be-geisterung des Lebens bekannt ward, öffnete sich mirallmälig der Sinn für all Das , waS mir ans immerabging. Ich fühlte daß ich nur da wa r, aber nichtlebte, und mitte» in der allgemeinen Freiheit zueinem Kerker verdammt blieb, ans dessen kahlenMauern es keine Flucht gab. Sv lang jedoch meineEltern noch lebten, hatt' ick stets »och eine ArtTrost; mindestens stand ich nicht allein. Sie star-ben und eine plözliche, furchtbare Einsamkeit, eineungeheure, öde Nacht legte sich auf mein Gefäng-nis;. Nur ein alter Diener, der mich von Kind-heit an gepstegt, mich während meines kurzen Licbt-bcfizeS gekannt hatte, an dessen Erinnerungen meiireSeele ihren Weg durch die dunkeln, engen Schachtedes Gedächtnisses zu einem schwachen Sonnenschiut-mer zurüktasten konnte, war Al-les, was mir vonAnklängen unter der Menschheit übrig blieb. I,»-dessen reichte es nicht hin, mir Frieden in einemHaus zu schaffen, wo meines Vaters und meinerMutter freundliche Stimme» nicht mehr tönten.Eine rastlose Ungeduld, ein Trieb ins Weite fastemich; ich zog aus meiner Heimat ans, ohne michum das Ziel meiner Reife zu kümmern; konnte ichdoch mindestens die Luft ändern, die wie eine kör-perliche Bürde aus mir lastete. Blos jenen alten