sic nicht glnklich, wenn sie an stillen Sommcraben-de» ansgingeil, n»d ihr Arm nnter der leichten Be-rührung des Menschen, der sie so wenig entbehrenkonnte, bebte? War sie nicht stolz in ihrem Glnk,und lag in der Dankbarkeit daß er ihren demnth-vollcn Geist znm Triumph sich geliebt zu suhlen er-hoben hatte, nicht etwas wie Verehrung für einhöheres Wesen?
St. Amand stammte von französischen Eltern.Sie hatten in der Gegend von Amiens gewohnt,wo ihnen ein einträgliches Gut durch Erbschaft zn-gefallen war. Zwei Jahre vor dem Beginn meinerGeschichte folgte er ihnen in dem Desiztbnm nach.
Seit seinem dritten Lebensjahr war er blind.„Ick weiß nicht," sprach er, als er sich einesAbends mit Lucilien allein befand und ihr die ebenberichteten Einzelheiten erzält hatte — „ich weißnicht, wie die Erde, oder der Himmel, oder dieStröme deren Laut ich wenigstens vernehme, anssa.Heu mögen, denn ich habe keine Erinnerung, ausseran eine» wirren aber herrlichen Zusammenflußvon tausend stralenden Farben — an eine glänzende,mich durchblizende Empfindung des Jubels — einesichtbare M u s i k. Aber erst am Schluß meinerKindheit trauerte ich um das Tageslicht und tranreseitdem unablässig. Meine Knabcnzeit verstrich inruhiger Heiterkeit; die nnbedentenste Kleinigkeitvermochte damals der Leere meines Gemnths Lust,Beschäftigung zu geben. Als ich jedoch Gcschmak daran