Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

57

Ohne Zweifel gibt es viele Leute in Mechcln,die sichs zum höchsten Glük ichäzcn würden, einensolchen Mietbmann zu bekommen."

Wollten Sie mich anfnehmen?" fragte St. Amandplözlich.Eben an Ihre Familie hatte ich gedacht."

An uns? Monsieur ist sehr schmeichelhaft, aberkaum haben wir ein Zimmer, das gut genug fürSie wäre."

Was für einen Unterschied zwischen einem Zim-mer und einem andern kann es für mich geben?Für mein Bedürfniß ist dasjenige das beste Gemach, wo-rin die Mcnschenstimme am freundlichsten erklingt."Die gewünschte Einrichtung wurde getroffen undSt. Amand kam unter Ein Dach mit Lncilien zuwohnen. Und war sie nicht glüklich, daß er einerso fortwährenden Aufmerksamkeit bedurfte? war sicnicht glüklich daß sie ihm stets einen Dienst leistenkonnte? St. Amand liebte die Musik leidenschaft-lich; er selbst spielte die Flöte mit einer Fertigkeitdie nur noch von der Melodie seiner eigenen Stimmeübertroffen ward: und war Lueilie nicht glüklich,wenn sie stumm dasaß und ans Töne hörte, wie siein Mechcln noch nie vernommen worden? War sienicht glüklich, wenn sie ans ein Gesicht blikte, des-sen schwermütbigem Ansdruk ihre Stimme angcn-bliklich ein Lächeln abgewann? War sie nicht glük-lich, wenn die Musik endigte und St. Amand ries:Lueilie?" Dünkte ihr ihr Name von diesem Mundansgesprochen nicht süßer als selbst die Musik? War