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Schrekcn und Schmerz sank sie in die Arme dieder Fremde mechanisch zu ihrem Empfang öffnete.
„Meine Führerin, meine Freundin!" rief er,„Sie sind verlezt, Eie".
„Nein, mein Herr," unterbrach ihn Lucilie mitschwacher Stimme, „mir ist besser, mir ist wel.Fassen Sie gefälligst diesen Arm; wirtsind jezt nichtmehr weit von Ihrem Gasthof."
Aber des Fremden Ohr, für jede Beugung derStimme eingeschult, unterrichtete ihn sogleich vonde» Schmerzen, die sie duldete; stnfcnweis entlvkteer ihr das Geständnis; des Schadens, den sie genom-men ; daß sie derselbe aber blos infolge seiner Be-schsizung getroffen , sagte ihm das grosmüthige Mäd-chen nicht. Er bestand jezt darauf, daß sie Dienstgegen Dienst anstauschten und er sie nach ihrerWohnung begleiten dürfe; und seine Führerin, dievor Schmerz fast ohnmächtig wurde und kaum gehenkonnte, sah sich zur Einwilligung gcnvthigt. In-dessen stand das kleine Haus ihres Vaters nur wenigeSchritte um die nächste Eke; sie erreichten es, undkaum hatte Lucilie die Schwelle hinter sich, als sieniedcrsauk und mehrere Minuten unempfindlich fürihr Leiden war. Dem Fremden verblieb es, den Aus-tritt zu erklären und zu bitten daß man gleich nacheinem Wundarzt schike. „Nach dem geschiktesten,dem angefehcnsteu in der Stadt!" rief er. „Seht,ich bin reich und Das ist das Geringste, was ichthnu kann, Eure edelmüthigc Tochter dafür zu be-st »