Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
34
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Trevylyan war-von wilder, entschlossener, tbat-kräftiger Natnr. Mit sechzehn Jahren in die Weltgeworfen, hatte er seine Jugend abwechselnd unterVergnügungen, Reisen und einsamen Studien zwgebracht. In dem Alter worin der Mann für fan-tastische Einfälle vielleicht am wenigsten, für wahreLeidenschaft am meisten empfänglich ist, überwältigteihn die Liebe zu dem holdesten Wesen das je in dieEutzükung eines Dichters herabgcdämmcrt hat. Ichsage Dies ohne Ucdcrtreibung, denn Gertrud Dan«hatte in der That die Schönheit, aber auch dieVergänglichkeit eines Traums. Höchst seltsamerWeise begegnete es Trevylyan (der freilich auch einseltsamer Mensch war) daß er, dessen Neigungenvon Natur sehr schwer zu erregen schienen, beimersten Blik eine Person lieben muste, deren bereitszweifellose Krankheit jedes andere Herz abgeschrekthaben dürfte, seine Schäze einer Barke anzuve»-trauen, die sich zur Lebensreise so gänzlich ungeeig-net auswicS. Schwindsucht, aber Schwindsucht inihrer schönsten Gestalt, hatte Gertruden ihren Sten>-pel aufgedrükt, als Trevylyan sie zum erstenmal sah undbeim ersten Sehen liebte. Er kannte die Gefahr desUebeis ; er täuschte sich, einzelne Momente abgerech-net, nicht; er kämpfte gegen die aufkeimende Leiden-schaft, vermochte sie aber bei aller Stärke seinerNatnr nicht zu bewältige». Er liebte, gestand seineLiebe, und Gertrud erwiederte sie.

In einer solchen Liebe liegt etwas unendlich