bildeten eine Zugabe zu dem ringsumher athmendenländlichen Frieden. Für mich wenigstens liegt inden unbewegten Flügeln eines solchen Geschöpfs dermenschlichen Geschäftigkeit ein besonders bezeichnenderAusdrnk der Rnbe; ihr Stillstand scheint ein Bildder Stille unsres eignen Herzens: — kurz und unge-wiß, der natürlichen Bestimmung entgegen; unddoppelt eindringlich wird dieser Gedanke durch dasGefühl, das uns erinnert, wie nnzuocrlässig solcheNast ist,— wie abhängig vom leiseste» Hauch dersich in je-em Augenblik und pon jeder Seite des Him-mels her erheben kann! — Jene sahen keine lebendeGestalten vor sich, ausgenommen ein paar Landlentc,die noch am Ufer weilten.
Trevylyan schmiegte sich fester an seine Gertrud,denn er liebte sic ans unendlich zarte Weise; diewach-samc Sorge um sie machte seinem kräftigen Körper dieerste Abendkühle noch früher bemerklich, als ihr selbst.
„Geliebte! laß mich Deinen Mantel fester umDich hängen!"
Gertrud lächelte ihren Dank.
„Mir ist wolcr, als seit Wochen," sprach sie;„und kommen mir erst aus den Rhein, so wirst Damich so gesund werden sehen, daß Deine ganze Theil-nahme für mich anshörcn dürfte."
„Wollte der Himmel, meine Theilnahme fürDich würde aus eine solche Probe gestellt!" erwicderteTrevylyan; und langsam kehrten sie nach dem Gast-hofzurnk, wo Gertrudei s Vater ihrer bereits wartete.
Bnlwer'i Romane .XX. 3