Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
12
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Entsprost für uns das Himmelsblümchen nicht.

So hängt sein Balsam doch an unsrem Staub;

Am süßen Duft zeigt sich die beffre Erde,

Und Werth wird ihr durch eine fremde Würze.

So gab dein Zauber ewig Helle NamenAn Seelen, denen Schwachheit ward zum Ruhm;So schlug er aus dem Schmerze heilge ThränenUnd füllte Rousseaus unbefriedigt HerzMit reiner Flamme des Propyetenthums.

Und er, der irre Held, der trübe WeiseUm de» des Urkheil, das ihn richtet, klagt.

Der Junge, Schöne, dessen Melodie

Ein Echo «achließ, wo sein Schatten ging,

lind der mit Wehmuth halb und halb mit Hohn

Das stumme Herz der Welt mit Dichterketten

Band an sein wandernd Haus: war er nicht dein?:

Ganz dein? Nach Schwäche, Zrrthum, Kraft,

Nach Ruhm und Allem was Gedächtniß ihmZn unsrer Brust erschuf? Sein Leben warDo» dieser Erde nicht: der Luft die erAls Odem sog, gab dein Erscheinen Licht,

Dein Untergehen sonnenlose Nacht.

Beschlich ihn schlangcngleich der Erde Wey,

Erzeugte Argwohn staubvcrwandte Sünde,

Schwand sein Gcmüth in einen kranken Traum,

Bis ihm das Ich sein Gott ward wie sein Stoff:

So schilt sein gramvoll Antliz unsre RügeAls thäten Schmach wir eines Freundes Grab.

Ambra? Es crwiedcrte: ich bin nur gemeine Erde,aber eine Rose entsproste aus mir und ihre wolthä-tigc Kraft durchdranq mein Wesen. Wäre die Rosenicht, so »vär ich eine gemeine schölle." Saadi.