hören, wie ganz Anderes ich um Sie verdient habe!— Auf einem Bett des Fiebers und der Qual dachteich nur an Sie; ich erhob mich von demselben, be-seelt von der Hoffnung, Ihre Liebe zu gewinnen!Obgleich Ihre Eltern während der Gefahr meinerVerwundung und darauf folgenden Krankheit von allmeinen Bekannten die Einzigen waren, die nicht soviel Rücksicht auf mich nahmen, nach dem Befindeneines Mannes fragen zu lassen, dem ihre Tochterdurch offenkundige Aufmerksamkeit eine heiligere Be-deutung gegeben hatte, so konnte meine Hand dochnicht sobald wieder eine Feder führen, als ich an Sieschrieb und um eine Unterredung bat, in der ich dasGchcimniß meiner Geburt enthüllen, und die Treue,die Sie mir gelobt, in Anspruch nehmen wollte.Dieses Schreiben erhielt ich uncröffnct und unbeant-wortet zurück. Mein Freund und Wohlthätcr, denich jetzt beerbe, versprach mir, sich für mich bei IhremVater zu verwenden, der Tod verhinderte ihn aberdaran. Das Grab hatte sich kaum über seinem Sarggeschloffen, als ich, fast freventlich nur mit Ihnenbeschäftigt, hicher kam. Drei Tage lang schlich ichum Ihre Wohnung und suchte die Zusammenkunft,die mir jetzt zu Thcil geworden! Außer Stand, dieQual der Ungewißheit länger zu ertragen, schrieb ichIhnen: — Ihr Vater beantwortete meinen Brief.Hier, hier — noch Hab' ich sein Schreiben, lesen Siees! bemerken Sie den kalten, bittcrn Hohn in jederZeile! Ich sehe, daß Sic hievon nichts wußten
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