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näher zum Himmel. O! lassen wir uns nie vonDenjenigen täuschen, die aus politischen Gründendie Göttlichkeit religiöser Wahrheiten verfälschen möch-ten. Glauben wir niemals, unser Vater im Himmelbelohne die unangcwandtc Fähigkeit am meisten, oderVorurthcil, Nichtsthucrci und Thorhcit fänden diehöchste Gunst in seinen Augen! Selbst das Hcidcn-thum hat uns eine edlere Ansicht der göttlichen Naturhintcrlafscn, und derselbe Spruch, der auf so erha-bene Art erklärt: „Die Wahrheit ist der Leib Gottes,"setzt auch bei: „Und Licht ist sein Abglanz *)."
„Uebcrzcugt also, daß Erkcnntniß den Schlüsselzur Tugend enthalte, wandte ich mich der Erkcnnt-niß zu. Die erste große Lehre, die sic mir gab, wardie Deutung eines sehr verbrauchten und fast nieverstandenen Wortes, nämlich des Ausdrucks „Gc-meinsinn." In der Säulenhalle des griechischen Wei-sen erhielt dieses Wort seine gebührende Erklärung;dort werden wir belehrt, daß „Gcmcinsinn" das„Verständniß des gemeinen Besten" bezeichne. Ja,cs ist die schönste Wahrheit der Moral, daß wir keinvon unfern Ncbcnmcnschcn gesondertes oder verschie.dencs Interesse haben können. In ihrem Wohlerge-hen liegt auch das unsrigc; nur indem wir die brei-teste Bahn zur Hcrvorbringung ihres Glückes ein-schlagen, wählen wir zugleich die sicherste und kürzeste
Plato.
**) Lvtvo,'o^oov,^> 8-nsus communis.