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7 (1836)
Entstehung
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entdecken. Niemand aber, der sein eigenstes Wesennicht kannte, oder nichts von den Unglücksfällcn seinesLebens wußte, hatte wohl je in die Tiefe seineraufopfernden Natur geschaut, oder die ganze Größeseiner hohen, begeisterten Tugend ermessen. Vielleichtgibt es viele Menschen, welche der Pflicht einen Lieb-lingswnnsch, ja wohl gar einen Licblingsfchlcr opfern,aber wenige werden um der Pflicht willen einem ein-gewurzelten Geschmack oder solchen Gewohnheitenentsagen, die durch lange Dauer beinahe zum Lcbcns-gliick selbst geworden sind. Seinem Gemüth nachdüster und gedankenvoll, der Erregbarkeit seines Her-zens Fantasien unterschiebend und, obwohl mehr derBildung des Bcgriffvcrmögcns als der Einbildungs-kraft hingegeben, doch vielleicht eher mit den bezeich-nenden Merkmalen des Dichters, als jenen ruhigen,gewissermaßen hartbriichigcn Eigenschaften auSgcstattct,die man gewöhnlich als Zugabe des Methaphpsikcrsoder StaatStheorctikcrs annimmt, war Mordauntvor Allem ein Freund der Einsamkeit und minder zunützlichen als zu tiefen Betrachtungen geneigt. Derunzeitige Tod Jsabcllens, die er mit jener Zärtlich-keit geliebt hatte, jener Frucht lang verschlossener,leidenschaftlicher Kontemplation, die sich an roman-tischen Empfindungen aufnährt und endlich die Fülleeiner von geheimer Licbcsfähigkcit überflicßcndenSeele auf den ersten Gegenstand ausströmt, der ihrenFantasien Wirklichkeit zu geben vermag, der TodJsabcllens hatte seine Düsterkeit nicht nur zum wirk-