Druckschrift 
7 (1836)
Entstehung
Seite
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indem er auf Flora zutrat. Damit rückte er seinenStuhl neben sic und begann jenes flüsternde Gespräch,das so bezeichnend für Galanterie ist. Aber in Flo-rasBcnchmcn lag sehr Wenig, woran ein erfahrenesAuge die erwählte Braut erkannt haben würde: keinplötzliches Erröthen, kein niedergeschlagenes Auge,das wieder von der Seite aufblickt, kein Zittern derkleinen, clfenhaftcn Hand, keine undeutliche Ver-wirrung der Stimme, die mit unerklärten Gefühlenkämpft. Nein Alles war ruhig, kalt, gesetzt; ihreWange wechselte weder Farbe, noch Anflug, und ihreWorte, klar und gesammelt, schienen ganz in Wider-spruch mit Dem, was das leise Geflüster ihres Ver-lobten allem Dafürhalten nach andcntcn mochte.Aber auch in seinem Benehmen lag etwas, das,hätten der Mutter Acußerlichkcit und Oberfläche desAnstandes minder genügt, ihr für die Tochter Besorg-nisse erregt haben dürfte. Eine Wolke saß unvcrrücktund düster auf seiner Stirn, und abwechselnd zitterteseine Lippe wie von Hohn, oder war durch etwaswie unterdrückte Wuth zusammcngepreßt. Selbst inder Freude, die in seinem Aug funkelte, wenn er derbevorstehenden Verbindung erwähnte, lief ein Aus-druck mit, den man beinah grimmig hätte nennenkönnen, und wirklich der echten Flamme eineszartenSchäfers" so wenig glich, als Floras traurige, halbunbewußte Kälte der schüchternen Leidenschaft deserröthcnden Mädchens" entsprach.

Sic haben die Zeit, wo wir Sic erwarteten,