unterbrochen — schwer konnte der Beschauer auf denGedanken kommen, daß der Besitzer von all Dem,was man hier überblickte, die Blüthc und Vollkraftdes Manncsalters im bittersten Kampf mit nagenderArmuth, empörtem Stolz und drängenden Forderun-gen des Herzens, ohne andern Freund oder Beistandals die eigene hohe, kräftigende Tugend, zugebrachthabe; ja, daß er »och jetzt verdammt scp, in derzerstörten, öden Brust das Zeichen des Sturms, demer widerstanden, und das versengte Brandmal desBlitzes, dem er getrotzt, zu tragen. Niemand alsCrauford, der seine besondcrn Gründe zur Ver-schwiegenheit hatte, und der landfahrcnde Mäcklcr,dessen Stillschweigen leicht erkauft ward, hatte je denäußersten Grad der Dürftigkeit gekannt, von wel-chem Mordaunt in sein rechtmäßiges Eigcnthum über-getrctcn war. Allerdings hatte man sich zugeflüstcrt,er habe sich auf ein sehr knappes, beengtes Auskom-men rcducirt gesehen, allein das Geflüster war bloßerster Anflug zu einem Gerücht, und die.Vorstellungvon seiner Armuth weit unter der Wirklichkeit geblie-ben; denn Mordaunts Stolz, der große, fast einzigeFehler in seinem Karaktcr, litt nicht, daß Alles, waser getragen und verwunden, dem gemeinen Ang bloßgestellt werde, und in wunderlichem Widerspruch desGcmüths blieb er bei seiner Gleichgiltigkeit gegenRuhm, krankhaft reizbar gegen Beschämung.
Als Clarence an dem epheuumranktcn Thor-weg läutete und nach Mordaunt fragte, ward er