Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
122
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Diese Qual hatte nicht lang angedaucrt, alssich die Thür aufs Neue öffnete, und Herr MoritzBraun sich den Versammelten darstellte.

Ihr Diener, Herr General, Ihr Diener, gnä-diges Fräulein. Ich nahm mir die Freiheit nocheinmal zu kommen, mein Fräulein, weil ich verges-sen, Ihnen ein paar überaus schöne Seidenzeuge zuzeigen könnten keinen bessern Handel in der Weltmachen wahre Geschenke! Auch Hab ich da eineEevresbowle, ein herrliches Stück aus dem Kabinetder Lady Wattelieb selig."

Herr Braun war ein sehr alter Bekannter vonFräulein Diana St. Leger, denn es gibt eine, vonunfern schönen Leserinnen zweifelsohne häufig be-merkte Klasse alter Jungfern, die mit einer großenLiebe zu Ausgaben eine große Liebe zum Schachernverbinden, und gewiß nie an ordentlichen Orten cin-kaufen, wenn sie irgend einen ausserordentlichenVerkauf aufzutreiben vermögen. Sie zeigen sich alsgroße Freundinnen von Inden und Hausirern, stehenanfs Beste mit Schmugiern, sind dem Krämer seineliebe Frau," lesen Ankündigungen und Fabrniß-verzeichnisse aufs fleißigste, und sind ewige Gant-nnd Versteigerungsjägerinnen. In dieser Klassenahm Fräulein Diana einen sehr hervorstehendenRang ein, wonach man urtheilen möge, wie ange-nehm ihr die Bekanntschaft mit Herrn Braun gewe-sen. Wirklich hatte dieser unermüdliche Allerlcihänd-ler zu einer Zeit, wo Trödler vielleicht seltener undgeachteter seyn mochten, als jetzt, eine zahlreiche Land-sitz-Kundschaft und dreimal jährlich hielt er eine ArtUmgang bei all seinen Abnehmern und Konnexionen;daher sein früherer Besuch in St. Legers Hause, unddaher die Gelegenheit für Isabellen ihren Brief ab-znschicken.

Sagen Sie mir doch," hob Herr Elnmford an,