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denselben zuzufrieren vermag. Sie traten die Reisean, erreichten den Boden der Myrte und des Wei-nes und zogen in die Kaiserstadt ein. Anfangs schiendie Luft Roms heilsam auf die Gesundheit des eng-lischen Fremdlings zu wirken. Seine Kraft nahmsichtbar zu, sein Geist weitete sich aus, und obwohler in «ine noch größere Schweigsamkeit und Zurück-haltung gesunken, als er ursprünglich zeigte, wandteer sich doch mit augenscheinlicher Energie wieder zuden Schöpfungen des Pinsels, so daß Die, welchenicht tiefer als auf die Oberfläche sahen, die Wundegeheilt und den Grund zu künftiger Meisterschaftwirklich gelegt glauben konnten.
Allein gerad im Moment wo Warner vor denGöttern der bildenden Welt am andächtigsten nieder-sank, wo das echte Wesen der hohen Kunst sich invollster Glorie seiner Seele öffnete, langen Schaamund Niedergeschlagenheit am bittersten auf seinemHerzen, und während der Enthusiasmus des Künst-lers aufflammte, verzweifelte der Ehrgeiz des Men-schen. Doch fuhr er unablässig fort die Größe undEinfachheit der römischen Schule auf seine Lein-wand überzutragen; mit unermattbarem Eifer, ob-wohl er den schleichenden Vorschritt der tödlichsten,gewisseusteu Feindin des Ruhmes gleichsam greiflichin sich empfand, arbeitete er an der technischen Aus-bildung seines Talents weiter; immer noch fand ihnder Morgen an der Staffelei, und die Nacht brachteseinem einsamen Lager eher Nachdenken als Schlaf.