Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
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Beute eines von Fantasien umgejagten, tobendenFiebers.

Aber nicht so sollte der junge Künstler sterben.Er mar einem Tod aufbchalten, der, wie Warnerswirkliches Wesen, mehr Milde und Poesie hatte.Miihlig erholte sich der Leidende und sein Geist kehrte,fast gegen seinen Willen, zu dem Beruf zurück, vonwelchem er ein seit vielen Jahren gewöhntes Sinnenund Dichten unmöglich abzuwenden vermochte. Nichtals hätte er Pinsel und Palette wieder ergriffen: imGegentheil, er konnte sie nicht vor Angen dulden; sieschienen seinem schwärenden, wunden Gemüth fastein Denkzeichen der Schande. Aber er nährte einenmächtigen, brennenden Wunsch im Herzen nach demschönen Land zu pilgern, von welchem er so oft ge-träumt, dem Land das der unschuldige Zerstörerseines Friedens als Quell der Begeisterung undPflanzschnle künftigen Ruhmes bezeichnet hatte.

Die Aerzte die ihn auf Talbots Anweisung be-handelten, sahen auf seine hektische Wange und abge-zehrte Gestalt und gaben seinem Wunsch bereitwilligihren Beifall; und Talbot, für den jungen Manneben so sehr um dessen selbst willen interesslrt, alsdurch sein an Clarence gegebenes Versprechen gebun-den, ließ ihn großmiithig die Liberalität fühlen, diedaS werthvollste Vorrecht der Neichen ist. Troyihrem hohen Alter bestand die Großmutter daraufden Künstler zu begleiten: im Herzen des Weibesliegt ein so tiefer Born der Liebe, daß kein Alter