Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
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Crompton verlor sein Auge, aber meine Be-strafung war so schwer als die seinige. Sehr eitleMenschen sind in der Regel auch sehr feinfühlend,denn Wer irgend Etwas recht scharf empfindet, wirdauch für alles Andere die gleiche Empfindung haben.Jahre, ach viele Jahre lang verfolgte mich die Er-innerung an meine Thorheit mit der bittersten, rast-losesten Rene. Hätt' ich einen Mord begangen, meinGewissen hätte mich kaum strenger in Anspruch neh-men können. Ich gewann meine Selbstachtungnicht wieder, bis ich das begangene Unrecht gutgemacht. Lang nach jener Zeit lag Crompton ingroßer, überwältigender Roth im Schuldthurm. Ichmachte mich selbst arm um ihn anszulösen, erhieltihn und seine Familie bis das Glück meine Hilfennnöthig machte, und nie war mir ein Triumph süßer,als die Opfer die ich bringen mußte um ihn wiederin günstige Umstände zu versehen."

Es ist eine natürliche Hoffnung, jener Vorfallwerde mindestens die Heilung meines Fehlers zurFolge gehabt haben; allein mau muß entweder selbstein praktischer Philosoph sein, oder praktische Philo-sophen zn Berathern haben, wenn man aus derReue Nahen für die Zukunft ziehen will. Wie tonnt'ich meinen Fehler verbessern, wenn ich ihn nicht ein-mal gewahr ward? Wund von den Wirkungen forschteich nicht nach der Ursache und rechnete dem Jäh-zorn und der Rachsucht zu, was einen tiefen;und gefährlichen; Ursprung hatte."