Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
58
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S8

Auf der Universität gab es trotz der günstigenLage, welche mir Geburt, Vermögen, Gesundheitund geistige Ausbildung sicherten, neben jener einenFeindin, der Reue, noch gar Manches, was meineSeelenruhe störte. Ich konnte mich darauf verlassen,daß ich irgend Jemand finden würde, der mich inirgend Etwas überträfe, und Dies reichte hin, denFrieden meines Gemüths zu verbittern. Unser Zeit-genosse Goldsmith ist mein Lieblingsdichter und viel-leicht verehre ich unbewußter Weise den Geniusum so mehr, weil ich in den Schwächen des Men-schen etwas mir Verwandtes finde. Ich fühle dieWahrheit der Anekdoten, die man sich von ihm er-zählt, aufs Tiefste an mir selbst. Buch ich hätte aufeine Puppe eifersüchtig werden können, dis einenSponton zu handhaben vermochte; auch ich hätteunglücklich scyu können, wenn zwei Damen im Thea-ter mehr als ich Gegenstand der Aufmerksamkeitgewesen wären. Du, Clären«, wirst mich um die-ses Geständnisses willen nicht verachten, wohl aberWer mich weniger kennt als Du, Thoren! gibt esdoch keinen so großen Mann in welchem nicht irgendeine Kleinheit noch mehr vorschlüge, als Alles wasgroß an ihm ist! Unsre Tugenden sind die Düpe's,ja oft mir die Spielzeuge unsrer Narrheiten."

Ich trat in die Welt mit welchen Vorthei-len und mit welcher Begierde! ich lächle, aberes ist ein schmerzliches Lächeln, wenn ich auf jeneTage zurückblicke. Obwohl reich, von guter Geburt