Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
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Sein Sang ist zart wie sein Gemütl),

Und sstß wie seine Himbeertortcn.""

Während Perrivale diese Zeilen mit einer empfindsa-men Weinermiene hersagte, die dem Spaß eine ihmnicht aus eigenem Verdienst zukoinmende komischeKraft gaben, meldete der eintretende Diener dasSouper an.

Damals war die Zeit des Abendessens! GlücklicheZeit! Feste voll Behaglichkeit und Frohsinn, woWein und Nacht die Lampe des Witzes anzündeten!Was für herrliche Dinge sagte und sah man bei die-sen Seclengelagen! Ihr Epikuräismus sprach sicheben sowohl auf den Lippen, als im Gaumen aus!und als liors ä'oeuvre hatte man Humor, als eotremetwitzige Antworten. In einem Mittagessen liegt et-was zu Pomphaftes, Förmliches, AufmerksamkeitForderndes für die Zartheit und Leichtigkeit der Per-siflage. Der geistige Appetit ist wie der körperlichederb aber langweilig. Beim Mittagtisch taugt mannur zum Essen, nach Tisch blos zur Politik. DieAbendtafel war dagegen ein köstliches Ueberbleibselder Alten. Das Getreide des Tags hatte alle Fe-dern des Geists aufgewnnden und jeder Schlag aufdas Zifferblatt des Witzes entsprach genau dem Geniusder Stunde. Der Sack der Tagesanekdoten war vollund wollte Entlastung. Den Mittagtisch, diepöbelhafte erste Liebe der Eßlust, hatte man hintersich und schmeichelte dieser nun blos noch, indemman mit einer andern kokettirte. Der Geist, ge-