Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
147
Einzelbild herunterladen
 

147

zu befragen, erfuhr aber wenig mehr, als die be-reits erzältcn Umstände, ausgenommen daß Anscl-ino am Schluß seines Berichtes bemerkte:

Kaum kann ich bezweifeln, daß der Einsied-ler gleich Ihnen, ein Mann von Stand ist: sein Be-tragen und Aussehen scheinen Solches anzudeuten.Jährlich schenkt er eine grvse Summe zum Be-sten des Klosters; die hergebrachten Gaben derfrommen Landleute nimmt er zwar an, allein blosauf meinen Rath, um keinen Verdacht zu crwe-kcn. Würde bckant, daß er Vermögen hat, sokönnte Dies die Habsucht anrcizcn, und wirklichgibt cs genug verwegene Hände und scharfe Mes-ser im Land, um einen schuzlosen Reichen in Ge-fahr zu bringen. Wer er jedoch sein mag denner hat mir sein Gcheimniß nicht anvcrtrautso bin ich überzeugt, daß er für irgend ein groscsVerbrechen Buße thnt. Mag dasselbe bestehen,worin cs will, so vermuthe ich, dessen irdische Be-strafung werde bald vorüber sein. Schon von Na-tur ist der Einsiedler von zarter und weicher Kon-stitution, und Jahr um Jahr Hab ich bemerkt,wie er augenscheinlich dahin welkt: ja als ich ihnvor drei Tagen das leztemal sah, erschrak ich überdie sichtbaren Verheerungen welche Krankheit oderKasteiung auf ihm angerichtet. Schrieb der Todje leserlich, so that er cs auf dieser Stirn unddiesen Wangen!"

Der arme Mann! Wissen Sie nicht einmal

io..