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Drittes Kapitel.
Der Czar, bieCzerin; ein Fest bei einem russischenGrosen.
Am folgenden Tag legte ich meine reichsteKleidung an und begab mich, meiner Weisung ge-mäß, mit so vielem Gcpräng, als' ich aufbietcnkonnte, in den Czarcn-Palast, falls ein ausneh-mend bescheidenes Gebäude einen so stolzen Na-men verdiente. Obwvl meine Sendung keine öf-fentliche war, wunderte ich mich doch ein wenigüber die ungemeine Einfachheit und Abwesenheitjeden Pompes, welche die kaiserliche Residenz dar-bot. Ich ward für einige Augenblike in ein elen-des Vorzimmer geführt, worin sich verschiedeneModelle von Schiffen, Kanonen und Häusern,zwei bis drei unbedeutendere Portraits, so wie ei-nes von König Wilhelm III und ein anderes vonLord Carmarthen befanden. Gleich darauf wurdeich in die fürstliche Gegenwart zugelassen.
Es waren nur zwei Personen im Zim-mer — eine Frau und ein Mann; keine Offiziere,keine Höflinge, keine Bedienten, keines von denAbzeichen oder Beurkundungen der Majestät. DieFrau war Katharina, die Czarin; der Mann war