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Zweites Kapitel.
Der Sieg.
O Erde! Schos des Lebens, über dessen Tiefedie Sckwingen des Allgeistcs segnend und kräfti-gend wehen, segnend und kräftigend zur Erzeu-gung und Wiedcrerzcugung des Lebendigen ausdem Tobten, also daß unser Leib.ans denselbenAtomen gewoben ist, die einst die Atome unsrerVäter waren, und Vergehen die unerschöpflicheNahrung für das Sein wird! Uralte, heiligeErde, selbst deine Lieblichkeit und Freude gattestdu mit Schrekcn und Schaudern; mit Wolken istdein Sonnenschein umgürtct und Wetter undStürme schließen ihn ein; dein Tag kommt ausdem Abgrund der Ftnstcrniß und zur Finsternißkehrt er zurük, wie der Mensch in deinen Schoszurüksinkt. Das grüne Gras, das im Thal lacht;das Wasser, das freudig dem Wald entlang mur-melt; die viclbeschwingte, all durchdringende Luft,die das Leben wie eine Erndte cinsammclt undwie einen Samen ausstreut: alle sind mit Verwe-sung schwanger und eine Wiege des Todes, wiedie Eiche den zerstörenden Bvhrwurm mästet. Weraber, der dich sieht und dich liebt und deine Seg-