lich waren einige ausserordentliche Kuren infolgeeiner natürlichen Heilkraft der Quelle vvrgekom-men, vornehmlich unter solchen Gläubigem, dienicht nur halbjährlich, sondern fortwährend von demWasser tranken; und seine Heiligkeit in Zweifelzu ziehen galt somit für unumwundene Kezerei.
Hart neben diesem Brunnen lag eine Höhle,die mochte sie ursprünglich durch Natur oder Kunstgebildet sein, jczt im Ganzen zu einer sehr be-quemen Wohnung hergcrichtet war. Hier hatteseit unvordenklichen Zeiten immer ein vereinzelterMensch seinen Aufenthalt genommen, um dasWasser auszutheilen und zu segnen, von den um-wohnenden Landlcuten ausnehmend gut genährtzu werden, einen langen Nok von Sarsche oderSaklcinwand zu tragen und der Einsiedler desBrunnens zu heißen. Sobald ein solcher Bewoh-ner starb, waren genug Kandidaten darauf aus,seine Stelle cinzunehmcn, denn gar manchem psen-niglvsen Abenteurer dünkte es kein schlechtes Hand-werk, Quaksalber und privilegirter Verschließereines heiligen Specifikums zu werden. Die Wahlunter diesen Bewerbern stand dem Superior desbenachbarten Klosters zu, und es ist nicht unmög-lich, daß er von dem jährlichen Ertrag seiner Pro-tektion und Erwälung ein ziemlich gutes Procentzog.
Bei Ankunft des Fremden hatte der frühereEremit eben das Zeitliche gesegnet und in der so-