neuen Hoffnungen, die kn ihrem Herzen noch unver-ivelkt grünten, auf einmal in Staub, Stille, Erstar-rung übcrgegangen? Hatt' ich sie deshalb blos einJahr lang gekant, ein einziges kleines Jahr, umsie mir durch einen gewaltsamen, blutigen Todentrissen zu sehen, und trauernd in diesem unge-heuer» ewigen Bcinhaus zurükzublcibcn, ohne ei-nen einzigen Trost oder Hoffnungschimmer? Soll-te die Erde fortan nur eine aus den Gerippenunserer Hingeschiedenen Vater hervvrgcrufcne, vonihrem Moder sich mästende Masse sein? SolltenSterne und Mond nur Atome und Flekcn eineskalten Lichts, nicht langer Welten sein, welche dieglühende Seele dereinst zu erreichen und zu ge-nieselt die Fähigkeit hat? Sollte der Himmel,der zarte, blaue, liebende Himmel, in dessen fer-nen Gefilden ich mir Jsoras Heimat geträumthatte, und in dessen Ansckauen ich deshalb besserund glüklicher geworden war, nichts als Wolkenund Luft sein? Und war die Liebe, die selbst sounsterblich, und so ganz ein Kind Dessen geschie-nen hatte, was in keiner Verbindung mit derSterblichkeit steht, nur eine grobe Leuchte gewe-sen, die sich von den Bestaudtheilcn thicrischer Naturnährt und in eine dunkle Zelle von Staub gcscztist, um mit den hinfälligen Wänden, die sie er-hellt hatte, zu flimmern, zu brennen, und aufzu-horen? Staub, Tod, Würmer, — sollte Das un-ser, ganzes Erbe, das ganze Erbe der Liebe, der
Buiwer's Romane XVIII. 8