Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
92
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und lieft Sie früher oder später im Palais-Nepalzu sehen. Ueberdies wünscht er daß dieser Auf-trag geheim bliebe, und hat mich zu demselbenbesonders ausgewält. Da er nämlich von meinerFreundschaft für Sie horte, und wüste, daß ichden Dubvis hasse, glaubte er, ich werde noch derwillkommenste Ueberbringer einer so unangeneh-men Botschaft sein. Ihnen die Wahrheit zu sa-gen, St. Simon, bemerkte der Regent lachend,ich willige in seine Verbannung blos weil ich diefeste Ucberzeugung habe, daß im WcigcrungfallDubois irgend eine Gelegenheit ergreifen würde,ihm den Kopf abschlagen zu lassen.

Wollen Sie," entgcgnete ich lächelnd miterträglich gutem Anstand,wollen Sie Sr. könig-lichen Hoheit meinen gefühltcstcn und untcrthänig-sten Dank für seine so wol überlegte und gütigeVorsorge Überbringern Ich selbst konnte nicht bes-ser für mich gewält haben, als Seine Hoheit csfür mich gcthan hat. Was mich bei meinem Ab-gang von' Frankreich allein schmerzt, ist die Tren-nung von einem so wolwvllenden Fürsten wie Phi-lipp und einem so tugendhaften Hvfmann wie St.Simon."

Obwol sich der gute Herzog jedes Jahr nachdem Kloster La Trappe begab, um für seine Sün-den Buße zu thun, und seine Religion in einerso gottlosen Atmosphäre, wie das Palais-Royal,zu bewahren, war er nicht über Schmeichelei er-