vergeblich beunruhigen, hatte er sich unter Horden ge-stürzt, welche kaum ans der Barbarei des Urzustandessich losgcruugcn. Die Abenteuer, die er bestanden undbei welchen das Leben selbst nur durch schlaue Wach-samkeit und allzeit rüstige Thatkraft zu retten stand,hatten ihn für eine Zelt lang aus seiner trägen undbrütenden Beschaulichkeit aufgcrlittclt. Sein Herz frei-lich war unbeschäftigt geblieben; aber sein Geist undseine physischen Kräfte waren in nnabläßiger Uebungcrhaltcx worden. Er kehrte in die Welt von Seines-gleichen zurück mit einem Geist, voll von den Schaßeneiner umfassenden und mannigfaltigen Erfahrung undguten Thcils mit derselben trüben Weltanschauung undMoral, welche nach der Durchwandcrung der Cata-kombcn die rastlosen Forschungen eines Rafsclas zudem Endresultat der Eltclkclt des menschlichen Lebensund der Thorhclt menschlicher Bestrebungen führte.
Ernst Maltravcrs, zu keiner Zeit ein fehlerloseroder vollkommener Charakter, tm praktischen Lebenhinter seinen moralischen und intellektuellen Fähigkeitenzurückblcibcnd, eben ln Folge seines Strcbens, dlcGrenzen des Großen und Guten zu überschreiten, standdem Anschc-in nach dem großen Räthscl des Lebensebenso fern als bisher. In der That aber war demnicht so — sein Geist hatte gewonnen, was ihm vor-her fehlte — gediegene Härte; und, wir stehen derwahren Tugend und dem wahren Glück näher, wennwir von dem Menschen zu wenig, als wenn wir zuviel von ihnen verlangen.