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zu vertrauen. In unserer Bewunderung eines schönenAngesichts liegt mehr Weisheit, als der große Han-sen ahnt.
Evclinc Cameron war schön: — eine Schönheit,die vom Herzen kam und zum Herzen ging — eineSchönheit, deren eigentlicher LebenSgcist die Liebe war!
— die Liebe lächelte auf ihren Lippen mit Grübchen —sie ruhte ans ihrer klaren Stirne — sic spielte in denreichen nachlässig fliegenden Locken vom dunkelsten unddabei doch sonnenhaft glänzenden Kastanienbraun, dieein leiser Lufthauch von den zarten, jungfräulichenWangen konnte aufflattern machen. Die Liebe in allihrer zärtlichen Innigkeit flüsterte in ihrer leisen, klang-vollen Stimme; — in alle ihrem Wohlwollen, ihrerarglosen Wahrheit färbte Liebe jeden ihrer Gedanken;
— in all ihrem Ebcnmaaß und d.cr herrlichen Fülleihrer Weiblichkeit schwellte Liebe den schwanengleichcnHals und wölbte die schöngerundcten Glieder.
Sic war gerade ein solches Wesen, dergleichendas Urtheil im Sturm für sich einnchmcn — mochtenun Einer munterer oder ernster Gemüthsart sehn,ihrer holdseligen Anmnth und Grazie konnte Niemandwiderstehen. Sic schien dazu geboren, nicht bloß dieLustigen an sich zu fesseln, sondern auch den Weisenden Kopf zu verrücken. Norolane war Nichts gegensie. Wie sie in dem abgelegenen Flecken Brook-Grccnalle, Künste des Gefallens gelernt hatte, ist unmöglichzu erklären. Mit ihrem schalkhaften Lächeln, mit demartigen Schütteln ihres Köpfchens, dem halb scheuen und