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— Dein einziges Kind!" und Evcline bedeckte ihrerMutter Angesicht und Hände mit leidenschaftlichenThräncn und Kliffen.
So viel ist gewiß, in diesem Augenblick warf derLady Vargravc ihr Herz vor, sic habe wirklich dassüße Mädchen nicht so, wie cs verdiente, geliebt. Zwarkeine Mutter konnte milder, aufmerksamer, vorsorg-licher und ängstlicher scyn für einer Tochter Wohlfahrt;
— aber Evcline hatte Recht! — die nbcrströmendcZärtlichkeit, das gehcimnißvollc Eingehen in jeden nochso leisen Gedanken oder Empfindung, welche die Liebeeiner solchen Mutter zu einem solchen Kind hatten ans-zeichnen sollen, hatten, wenigstens dem äußern Anscheinnach, gefehlt. Selbst bei der jetzigen Trennung hatteeine Klugheit, eine abwägcndc Uebcrlcgung gewaltet,welche mehr an Pflicht als an Liebe mahnte. LadyVargrave empfand dicß Alles mit Reue — sie gab sichRührungen hin, die, oder wenigstens deren Acußcrungihr ganz neu waren — sic weinte mit Evclinen underwicdcrtc ihre Liebkosungen mit beinahe gleicher In-brunst. Vielleicht bedachte sic auch in diesem Augen-blicke, welcher Liebe diese heiße Natur fähig wäre; undzitterte für ihr künftiges Schicksal. Es war eine voll-ständige Aussöhnung, diese traurige Stunde; zwischenGefühlen aufbcidcn Seiten, welche durch irgend etwasGchcimnißvollcs bisher schienen gehemmt und gedämpftworden zu scyn; — und in dieser letzte» Nacht trenn-ten Mutter und Tochter sich nicht — dasselbe Lagernahm Beide auf; und als Lady Vargravc, erschöpft