Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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ihm zu einer Herzensgcwohnhcit. Er nahm die Wei-hen und trat in die Kirche. Eine unglückliche Liebefolgte sic ließ in seinem Geist und Herzen einenüchterne und crgcbungsvolle Melancholie zurück, dieendlich in Zufriedenheit und Gemüthsruhe sich auflöste.Sein Amt und dessen schöne Pflichten wurden ihm im-mer lieber; über den Hoffnungen auf die künftige Weltvergaß er den Ehrgeiz in dieser. Er strebte nicht nachdem Scheine der Kunst,geschickter zu scyn. Elendeaufzurichten, als selbst sich zu erheben." Seine eigeneGeburt machte ihn zum Bruder der Armen und ihreGcmiithsart und Bedürfnisse ihm bekannt und geläufig.Seine eigenen Verirrungen in früherer Zeit machtenihn duldsam gegen die Fehler Anderer; wenige Men-schen sind nachsichtig, die sich nicht erinnern, daß sieselbst gesündigt haben. In unfern Fehlern liegen dieKeime von Tugenden. So allmälig und heiter mildwar das Leben verstrichen unbeachtet aber nützlich friedlich aber thätig einem Manne, den diegroßen Preise der Kirche hätten zu einem ehrgeizigenJntriguantcn machen können, und dem ein bescheidenesAmt die wahre geistliche Macht verlieh: die Welt insich selbst zu überwinden und die Bedürfnisse Andererinitzufühlcn. Ja, cs war ein seltener Charakter, dieserDorfpfarrer! Wäre cs besser für das Christeuthum oderfür den Staat gewesen, wenn man ihn zum Bischofgemacht hätte? Und doch, ach! so mengen wir geist-liche und weltliche Dinge untereinander, daß unter

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