gezogen, der eine Freude daran hatte, den Gönnerzu spielen.
Der junge Anbrcy ward in die Schule, und dannals Famulus in ein Collegium geschickt; er erhielt meh-rere Preise und brachte cs zu einem hohen Grad.Anbrcy war nicht ohne den Ehrgcitz und die Leiden-schaften der Jugend; er trat heiß, unerfahren undohne einen Führer in die Welt. Er zog sich zurück,che Verirrungen zu Verbreche» wurden, oder die Thor-heit zur bleibenden Angewöhnung. Es waren die An-sprüche der Natur und des Gefühls, die ihm die dop-pelte Möglichkeit — des Ruhms und des Verderbens,ersparten. Seine vcrwittwctc Mutter ward plötzlichvon einer Krankheit ergriffen. Blind und bettlägerighatte sic zu ihrer Unterstützung Niemand als ihren ein-zigen Sohn. Dieser Schlag weckte in Edward Aubreyeinen ganz neuen Charakter. Diese Mnttcr hatte sichselbst so viele Entbehrungen aufcrlcgt, um für ihn zusorgen — dafür weihte er ihr ganz seine Jugend!Sic war jetzt alt und schwach. Vermöge einer demAlter gewöhnlichen Mischung von Selbstsucht und An-hänglichkeit wollte sic nicht nach London kommen —sie mochte sich nicht von dem Dorf trennen, wo ihrGatte begraben lag, wo sic ihre Jugend verlebt hatte.In diesem Dorfe begrub der talentvolle und ehrgeizigejunge Mann seine Hoffnungen und Talente; nach undnach wurde ihm selbst die Ruhe und Stille des Land-lebens lieb. Wie die Stufen einer Leiter, so führtFrömmigkeit zur Frömmigkeit, und die Religion ward