Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
71
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Ein gewöhnlicher Fall, aber ein seltenes Gc-standniß!"

Ja; denn wenn ich einerseits die Jngend und dieäußern Vorzüge verlangte, welche dem Auge gefallen,so könnte ich doch mit noch innigerer Liebe lieben, waszu meiner Phantasie spräche: Geist GeniusRuhm. Ach! die haben eine ihnen inwohncnde un-sterbliche Jugend und unvergängliche Schönheit!"

Sie sind ein sehr sonderbares Mädchen."

Aber wir sind auch an einem sehr sonderbarenGegenstand cs ist Alles ein Räthsel!" sagte Eveline,ihr kluges Köpfchen mit zierlicher Gravität, halb imSpaß, halb im Ernst, schüttelnd.Ach, wenn LordVargravc Sic liebte und Sic oh, Sic wür-den ihn lieben, und dann wäre ich frei und so glücklich!"

Sie standen jetzt auf dem Rasenplatz, den Fensterndes Landhauses gegenüber; und Lumlcp, das Auge er-hebend von den Zeitungen, die eben angckommcn nndmit der hastigen Gier eines Politikers von ihm in Be-schlag genommen worden waren, sah sic in der Ent-fernung. Er warf die Zeitung weg, sann ein PaarAugenblicke nach, nahm dann seinen Hut und ging zuihnen; zuvor aber besah er noch sich selbst im Spiegel.Ich sehe doch" noch erträglich jung aus," dachte er.

Zwei Kirschen an Einem Stengel," sagte Lumleymunter;im Vorbeigehen gesagt, es ist eben kein sehrverbindliches Gleichniß. Welche junge Dame sollte einerKirsche gleichen? solch einer uninteressanten, ge-meinen Bcttclbubcn-Frucht! Ich meines ThcilS muß