66
gesehenes und allen Wünschen meines guten Oheimsso zuwider laufendes, wie Evelincns Abweisung einerJahre lang fortgesetzten und schon in ihrer Kindheit sofeierlich sanktionirten Bewerbung wäre?"
„Sie muß selbst entscheiden," sagte Lady Vargravc.„Ihr Oheim unterschied genau zwischen einem Wunschund einem Befehl. Ihr Herz ist noch unberührt —wenn sic Sic lieben kann, mögen Sie sich Ihre Nei-gung gewinnen."
„Das wird mein Bestreben scyn. Aber warumdiese Entfernung ans Ihrem Hanse, gerade z» derZeit, ,wo wir einander am meisten sehen und kennenlernen sollten? Ich kann mir doch nicht denken, daßSie uns trennen wollten?"
„Ich furchte, Lord Vargrave, wenn Evclinc hierbliebe, sie würde sich gegen Sic entscheiden. Ich fürchte,wenn Sic jetzt in sic dringen, möchte ihr voreiligerEntschluß dahin ansfallcn. Vielleicht ist dieß die Folgeeiner allzu innigen Anhänglichkeit an ihre Hcimath; —vielleicht eine kurze Abwesenheit von Haus — vonmir — kann sic mehr mit einer dauernden Trennunganssöhncn."
Vargrave konnte Nichts mehr sagen; denn cskamen jetzt Caroline >md Mrs. Merton herbei. Abersein ganzes Wesen war verändert und er konnte dieMunterkeit des vorigen Abends nicht mehr gewinnen.
Als er jedoch Zeit hatte, nachzndcnken, wußte ersich mit dem beabsichtigten Besuch auszusöhncn. Ermerkte, daß es nicht schwer halten würde, sich der