einfachen Gute, aber sic war offenbar aufgeregt durchdie Ankündigung des Besuchs einer Fremden, (denn siehatte Mrs. Mcrton nie gesehen) und mehr noch betrübtbei dem Gedanken, Mrs. Lcslie ein paar Wochen früherzu verlieren, als sie sich gefaßt gemacht hatte. Mrs.Lcslie beeilte sich indeß, sic wieder zu beruhigen. Mrs.Mcrton war so still und gutherzig, die Gattin einesLandgeistlichen von einfacher Lebensweise und Neigun-gen ; und am Ende brauchte auch der Mrs. Leslic Be-such nicht abgekürzt zu werden, wenn Lady Vargravesich gerne dazu verstand, ihre Gastfreundschaft aufMrS.Mcrton und Caroline auszudchnen.
Als Evelincn der Besuch angckündigt wurde, em-pfand ihr junges Herz nichts als Vergnügen und Neu-gier. Sie hatte keine Freundin ihres Alters; sic hoffteganz gewiß, an der Enkelin ihrer lieben Mrs. LcslieGefallen zu finden.
Evelinc, die vermöge der rücksichtsvollen Zärtlich-heit ihres Wesens bei Zeiten gelernt hatte, ihrer Mut-ter die kleinen häuslichen Sorgen abzunchmen, wie sieein so stilles, so regelmäßig eingerichtetes Hauswesenmit sich brachte, beschäftigte sich voll Freude mit tau-senderlei kleinen Zurüstungen. Sie stellte Blumen indie Zimmer der erwarteten Besuche (nicht ahnend, daßJemand dieß ungesund finden könnte), sic legte auf dieTische ihre Licblingsbücher und ließ das kleine Land-haus-Clavicr von ihrem eignen Zimmer in das fürCaroline bestimmte bringen — Caroline mußte eineFreundin der Musik seyn; sic hatte auch den Gedanken,