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scheute ihr Kind zu betrüben. O wie nahm sich Eve-linc vor, in Zukunft sich doppelte Mühe zu geben,diese liebe Mutter zu trösten, zu erheitern, sic von denGedanken an die Vergangenheit abzuziehcn! Obgleichder Charakter dieses Mädchens etwas von dem Unge-stüm und der Unbedachtsamkeit ihrer Jahre hatte, warer doch ebenso edel als sauft; und jetzt besiegte dasweibliche Vertrauen alle weibliche Neugier.
Sic trat i-n die Hütte des alten, bettlägerigenWeibcS, von welchem Aubrcp gesprochen. Es war wieein Souncnblick, dicß holde, erfreuliche Angesicht; undhier, sitzend neben dem alten Weibe, das Buch derArme» auf ihrem Schoost, fand Lady Vargravc ihreEvclinc. Es war merkwürdig zu beobachten, welchverschiedenen Eindruck die Mutter und die Tochter aufdie Hüttcnbcwohncr machten. Beide wurden beinahemit gleicher Wärme geliebt; aber mit jener fühltensich die Armen vertrauter. Sic konnten mit ihr mehrreden, wie cs ihnen ums Herz war; sie verstand sicso viel schneller; sic hatten nicht nöthig, so aits denBusch zu klopfen, ehe sie mit ihren armseligen, ver-drießlichen Klagen herausgingeu, welche gegen Evclincanszusprcchcn sie sich halb schämten. Was der jungen,freudigen Schönheit als so leicht und geringfügig er-schien, das hörte die Mutter mit so ernster und milderGeduld" an. Wenn Alles gut ging, freuten sich dieLeute Eveliucn zu sehen; aber bei ihren kleinen Ver-drießlichkeiten und Bekümmernissen war eben Niemandwie „die gute Lady."