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versichern daß ihre Mutter, welche auch früh aufzu-stehcn pflegte, noch nicht sich erhoben hatte. So trip-pelte sie denn ihres Wegs, singend aus lauterer Hcr-zcnsfrcudigkeit, fort, um sich einen Gesellschafter zuholen und Sultan hcrauszulasscn; und nach wenigenAugenblicken liefen sic über das Gras hin und eiltendie rohen Stufen hinunter, welche über Felsen hinabzu dem glatten Mceressand führten. Eveline war imHerzen noch ein Kind, obwohl etwas mehr als einKind dem Geiste nach. In der Majestät
„des weiten, tönenden, geheimnißvolten Meeres"in der nur vom Gemurmel der Wellen unterbrochenenStille — in der Einsamkeit, der nur die Boote derfrühen Fischer eine Abwechslung gaben — empfand siejene tiefen und beruhigenden Wirkungen aus die Sccle>welche der Religion der Natur eigen sind. Ohne daßsie selbst cs wußte, wurde ihr holdes Angesicht nach-denklicher und ihr Schritt langsamer. Welch ein zu-sammengesetztes Ding ist es um die Erziehung. Wieviele Umstände, die Nichts zn schaffen haben mit Bü-chern und Lehrern, tragen zur Bildung des menschlichenGcmüths bei. — Die Erde, der Himmel, das Meergehörten zu den Lehrmeistern von Eveliue Camcron;und unter der Einfachheit ihrer Gedanken -füllte sichtäglich aus den Urnen unsichtbarer Geister die Quelleihrer poetischen Empfindungen.
Dieß war die Stunde, wo Evelinc am lebhaftestenempfand, wie wenig unser wahrstes Leben durch äußereBegebenheiten bezeichnet ist — wie wahr es ist, daß