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„Ach! wie könnte ich?" sagte Lady Vargravc mitzuckendem Munde.
In diesem Augenblick flog ein leichter Schattenüber den sonnigen grünen Platz vor den Fenstern hin,und man hörte in einiger Entfernung eine süße, mun-tere, junge Stimme fingen; noch ei» Augenblick nndein schönes Mädchen, in der ersten Blüthe der Jugend,sprang leicht über das Gras hin und blieb den Freun-dinnen gegenüber stehen.
Es war ein merkwürdiger Kontrast — die Ruheund ernste Haltung der beiden oben geschilderten Frauen— das Alter und die grauen Haare der Einen — diecrgebungsvolle, schwermüthige Sanstmuth, welche sichin den Zügen der Andern anssprach — nnd dann derflüchtige Schritt, das lachende Auge, die leuchtendeBlüthe des jetzt sichtbar gewordenen Mädchens! Wiesic so dastand, und die volle Glut der Abendsonne sichaus ihr reiches, schönes Haar, ihr glückliches Antlitz,ihre schncllkräftigc Gestalt ergoß — cs war ein An-blick, fast zn glänzend für diese schwerfällige Erde —ein Wesen, wie ans Licht und Seligkeit znsammcngc-haucht! — der lebensfrohe Grieche hätte cs unter dieBewohner des Himmels versetzt, und als Aurora oderHebe angcbctet.
„Oh, wie könnt Ihr an einem so schönen Abendim Zimmer bleiben? Kommen Sic, liebste Mrs. Lcslie;komm Mutter, liebe Mutter, Du weißt, Du ver-sprachst es mir — Du sagtest, ich sollte Dich rufen —sieh, cs wird nicht mehr regnen, und der letzte Guß