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wie kann sie so eine Wahl treffen? Was Sic sagen,ist sehr wahr, nnd doch denke ich nicht genug daran.Was soll ich thnn? Das liebe Kind! Ich bin ja nurängstlich darauf bedacht, so zu handeln, wie cs fürihr Glück am besten ist."
„Dessen bin ich gewiß," versetzte Mrs. Leslie;„und doch weiß ich nicht, wozu rathcn? Einerseits istman den Wünschen Ihres verstorbenen Gatten in jederHinsicht so viel Rücksicht schuldig, daß, wenn LordVargrave Evclinen's Achtung und Neigung verdient,cs höchst wünschcnswerth erscheint, daß sic ihn allenAndern verzieht. Wenn er aber der ist, wofür er, wieich höre, in der Welt gilt, — ein schlauer, ränkevoller,fast herzloser Mann, voll der kecksten Ehrsucht, so zittrcich bei dem Gedanken, wie Evclinens ganzes Lcbcns-glück mit Einem Wurf aufs Spiel gesetzt und vernich-tet werden könnte. Gewiß liebt sic ihn nicht mit Lei-denschaft und doch ist sic, besorge ich, ein Wesen, dessenNatur nur allzu empfänglich ist für zärtliche Gefühle.Sic sollte jetzt andere Männer sehen — sie sollte ihreigenes Gcmüth kennen lernen, nnd nicht, blind undunerfahren, übereilt und gedrängt werden bei einemSchritt, der über das ganze Dascpn entscheidet. Dießist eine Wicht, deren Erfüllung wir ihr — ja, auchdem verstorbenen Lord Vargrave selbst schuldig sind, sosehnlich er auch diese Vermählung wünschte. Sei» Willewar doch gewiß auf ihr Glück gerichtet nnd er würdenicht auf die Wahl von Mitteln gedrungen haben.