Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
86
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druck von tödtlicher Bosheit zu geben, welcher aus diesenAugen allein sprechend, die menschliche Natur schaudernmachte. Alles sonst so dunkel verhüllt verschleiert

larvenähnlich. Aber dieser brennende Blick, aus dengelben Augen, so angestrengt und doch so lebendig, hatteEtwas, das beinahe menschlich zu nennen war, in sei-nem leidenschaftlichen Haß und spöttischen Hohn Etwasdas anzeigte, daß der schattenhafte Greuel nicht ganznur Geist war, sondern wenigstens so weit an der Mate-rie Theil hatte, um für irdisch-materielle Wesen ein nurnoch tödtlicherer und furchtbarerer Feind zu.seyn. Wie er,mit der krampfhaften Anstrengung der Todesangst an den .Wänden sich haltend mit gesträubtem Haar mihhervorgedrängten Augäpfeln immer noch nach dem ent-setzlichen Auge hinstierte sprach das Gebilde zu ihm-

und seine Seele mehr als sein Ohr faßte die Worte,die es sagte.

Du bist eiugedrungen in das unermeßliche Reich»Ich bin die Hüterin der Schwelle. Was willst Du vonmir? Stumm! Fürchtest Du mich ? Bin ich nicht DeineGeliebte? Hast Du nicht meinetwegen den Freuden Dei-nes Geschlechts entsagt? Du möchtest weise werden. Meinist die Weisheit der zahllosen Jahrhunderte. Küsse mich,mein sterblicher Liebhaber!" Und der Greuel kroch näherund näher zu ihm hin; er kroch an seine Seite, sein Athen:berührte seine Wange! Mit einem gellenden Schrei fieler bewußtlos zur Erde, und wußte Nichts mehr von sich,bis er am Mittag des nächsten Tages die Augen aufschlug