Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
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das ganz Geist schien, durchffammte seinen ganzen Kör-per; und eine schwache, leise, aber überaus herrlicheMusiksäuselte, ans Herz dringend, durch das Gemach. In die-sem Augenblick hörte er eine Stimme im Corridor, dieseinen Namen rief; und gleich darauf wurde an die Thüreaußen gepocht.Seyd Jhr da, Signor?" rief die klareStimme Maestro Paolo's. Glyndon schloß hastig wiederdas Gefäß und stellte es an seinen Ort; hieß dann Paoloihn in seinem eigenen Zimmer erwarten, und verweiltenoch, bis er die Schritte des unwillkommenen BesuchsWeggehen hörte; dann verließ er mit Widerstreben dasZimmer. Wie er die Thüre verschloß, hörte er noch dasverhallende Ersterben jener himmlischen Musik; und mitleichtem Schritt und fröhlichem Herzen begab er sich zuPaolo, innerlich entschlossen, das Zimmer zu einer Stundewieder zu besuchen, wo sein Experiment vor jeder Unter-brechung sicher sehn würde.

Wie er über seine Schwelle schritt, fuhr Paolo zu-rück und rief:Ha, Eecellenza! ich erkenne Euch kaumwieder! Lustige Unterhaltung ist, wie ich sehe, ein mäch-tiges Verschönerungsmittel für die Zungen! Gestern sahtIhr so blaß und hohläugig aus; aber Fillidens lustigeAugen haben mehr an Euch gethan als der Stein derWeisen (vergeben es mir die Heiligen, daß ich ihn ge-nannt !) je an den Zauberern gethan hat." Und Glyndon,wie er bei Paolo's Worten in den alten venetianischenSpiegel schaute, war kaum weniger erstaunt als Paoloüber den Wechsel in seiner Miene und in seinem ganzen