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2 (1842)
Entstehung
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Eure Natur entbehrt noch der Harmonie, der Musik,welche, wie die Pylhagoräer treffend'lehrten, zugleicherhebt und beglückt. Ich biete Euch diese Musik tn ihrerLiebe an."

„Aber bin ich versichert, daß sie mich liebt?"

„Künstler, nein; sie liebt Euch jetzt noch nicht; ihreGefühle sind noch von einem Andern erfüllt. Aber wennich auf Euch, wie der Magnetstein seine Anziehungskraftauf den Magnet überträgt, die Liebe, die sie für michfühlt, übertragen, wen» ich bewirken könnte, daß sie inEuch das Ideal ihrer Träume sehe —"

„Ist eine solche Wirkung in der Macht eines Men-schen?"

„Ich biete es Euch an, wenn Eure Liebe rechter Art,wenn Euer Glauben au die Tugend und an Euch selbst tiefund aufrichtig ist; wonicht, mcintJhr, ich würde sic durchdie Wahrheit entzaubern, um sie die Lüge aubeten zumachen?"

„Aber wenn," beharrtc Glpndon, „wenn sie Allesist, was Ihr mir sagt, und wenn sie Euch liebt, wie könntIhr Euch selbst einer so unschätzbaren Perle berauben?"

„Oh seichtes und niedriges Mcnscheuherz!" rief Za-nont mit ungewohnter, leidenschaftlicher Heftigkeit, „be-greifst Du so wenig die Liebe, daß Du nicht weißt, wiesie Alles opfert — die Liebe selbst — um des Glückes desgeliebten Wesens willen? Höre mich an!" und Zanoni'SAntlitz wurde blaß. „Höre mich an! Ich dränge sie Dirauf, weil ich sie liebe, und weil ich fürchte, ihr Schicksal

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