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2 (1842)
Place and Date of Creation
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undankbar eS von mir war, in argem Verdacht meinemRetter Unrecht und Lüge» zuzutrauen, fließen meine Thrä-nen aus Wonne, nicht aus Reue. Oh!" fuhr sie fort, miteiner aufrichtigen Glut, in ihrer Unschuld und edeln Rüh-rung sich selbst nicht bewußt, welche Geheimnisse alle sieverrietstDu weißt nicht, wie bitter es für mich war.Dich nicht füiT-besser, reiner, heiliger zu halten als dieganze Welt. Und als ich Dich sah den Neichen, denEdeln, den von Allen Ausgesuchten, aus Deinem Palastkommen sah, um den Kraulen der Hütte beizustehenals ich die Segnungen der Armen Deine» scheidendenSchriitcn nachziehen horte, da fühlte ich mein eigenesSelbst erhöht gut in Deiner Güte edel wenigstensin den Gedanken, welche Dir nicht Unrecht thaten."

Und meinst Du , Viola, in einer bloßen Handlungder Wissenschaft sch so viel Tugend? der gemeinste Arztbesorgt den Kranken für seine Bezahlung, Sind Gebetund Segen ein geringerer Lohn als Gold?

Und die mcinigen also sind nicht werthloS? Duwillst sie von mir annchmcn?"

Ach, Viola!" rief Zanoni mit einer plötzlichenLeidenschaft, welche ihr Antlitz mit Röthe übcrgoß,nurDu allein, dünkt mich, hast von allen Menschen ans derWelt die Macht, mich zu kränken oder zu erfreuen," Erhielt an sich und sein Gesicht wurde ernst und traurig,Und das," fuhr er mit verändertem Tone fort,weilmich dünkt, wenn Du meine Näthe beachten wolltest, ich