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ans ihren Armein Aber selbst jetzt »och, als sie ihnschweigend sich über das bleiche Antlitz bengcn sah, mischtesich abergläubische Furcht in ihre Hoffnungen, „MochtecS wohl erlaubte — heilige Kunst sehn, die" ihr Selbst-gespräch brach plötzlich ab; denn sein dunkles Auge wandtesich auf sie, als läse er i» ihrer Seele, und seine Mieneverklagte ihr Gewissen wegen ihres Argwohns, denn siesprach Vorwurf ans, nicht ohne eine Beimischung vonVerachtung.
„Send getrost!'' sagte er, sich mild zu dem altenManne wendend, „die Gefahr ist nicht über den BereichmenschlicherGcschüklichkeithinansund ein kleines Crh-stallgcfäß aus dem Busen ziehend, mischte er einige Tro-pfen daraus mit Wasser. Kaum befeuchtete diese Arzneidie Lippen des Kindes, so schien sic auch schon eine er-staunliche Wirkung hcrvorzubringen. Die Farbe belebterasch wieder Mund und Wangen; nach wenigen Augen-blicken schlief dis Kranke ruhig, mit den regelmäßigenAthemzügen schmerzlosen Schlummers. Und dann standder alte Mann ans — starr, wie etwa ei» Leichnam auf-stehen würde — sah ans sie nieder -— horchte, und dannleise fortkriechend schlich er in die Ecke des Zimmers, undweinte und dankte dem Himmel!
Nun war der alte Bernardi bisher von schwachemund kaltem Glauben gewesen; Kummer hatte ihn nie zu-vor über die Erde erhoben. So alt er war, hatte er dochnie, wie die Alten sollten, an den Tod gedacht — dasbedrohte Leben des Kindes hatte die sorglose Seele des