Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
Seite
86
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einen gemeinen Lastträger non seinem Geschäft ab, unbzeichnete nach einem gemeinen Original einen Kopf vonaußerordentlicher Schönheit. Er glich dem Lastträger,aber idealisirtc ihn znm Heroen. Er war wahr, aber nichtdie Wirklichkeit. Es gibt Kritiker, die Einem sagen, derBauer von Teniers scy naturwahrer, als der LastträgerGuido'S. Das gewöhnliche Publikum versteht kaum dasPrinzip des JdcalistrcnS, selbst in der Kunst nicht. Dennhoher Kunstsinn ist ein erworbener Geschmack!

Doch, um auf meine Vergleichung zu kommen: nochviel weniger wird der verwandte Grnndsah im Leben be-griffen. Und der Nath der weltlichen Klugheit möchteeben so oft von den Waguiffcu der Tugend als von denStrafen des Lasters abschrccken; und doch gibt es imLeben wie in der Kunst eine Idee des Großen und Schö-nen, mittelst deren die Menschen das Abgedroschene undGemeine des Lebens erheben und steigern sollten. Nunfühlte Glhndon die nüchterne Klugheit von Mervale'SVorstellungen; er scheute zurück vor dem Gemälde seinerwahrscheinlichen Zukunft für den Fall, daß er sich demEinen Haupitalent hingab, das er besaß, und der Einengroßen Leidenschaft, die, richtig geleitet, sein ganzes We-sen läutern und reinigen kouutc, wie ein starker Wind dieLuft reinigt.

Aber, wenn gleich er cs nicht über sich vermochte,gegen so vernünftige Argumentationen sich zu entscheiden,konnte er sich doch auch nicht entschließen, die Bewerbungum Viola sofort aufzugeben. Fürchtend durch Zanvni'S