„Sey es so; dann wird sie Euch entsagen. Ich sageEuch, Ihr habt Nebenbuhler."
„Ja; den Fürsten von-: aber ich fürchte ihn
nicht."
„Ihr habt noch einen Andern. den Ihr mehr fürch-ten werdet."
„Ilnd Wer ist der?"
„Ich selbst."
Glyndon wurde blaß und fuhr von seinem Sitz auf.
„Ihr, Signor Zanoni! — Ihr — und Ihr wagtmir das zu sagen?"
„Wagen! Ach! Es gibt Zeiten, wo ich wünschte,daß ich fürchten könnte!"
„Diese hochmüthigen Worte waren nicht in hochmü-thigem Tone, sondern im Ton der niedergeschlagenstenBekümmerniß gesprochen. Glyndon war wüthend, ver-wirrt, und empfand doch eine ehrfürchtige Scheu. Jndcs-;en hatte er ein muthigeS englisches Herz in der Brust,und er faßte sich rasch wieder.
„Signor," sagte er ruhig, „ich lasse mich nicht zumNarren haben mit diesen feierlichen Phrasen und mysti-schen Vorgebnngen. Ihr mögct Kräfte besitzen, die ichnicht fassen, mit denen ich nicht wetteifern kann, oderIhr könnt auch ein schlauer und kühner Betrüger sehn."
„Nun, und weiter!"
„So möchte ich Euch denn," fuhr Glyndon fort,entschlossen, obwohl etwas aus der Fassung gebracht, „somöchte ich Euch denn zu wissen thun, daß, obgleich ich