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schuld Viola's. Er konnte nicht den Muth zn dem Wag-stück finden, einer italienischen Schauspielerin in gutemErnst einen HeirathSantrag zn machen; aber die sittsameWürde des Mädchens und eine gewisse Güte, etwas Edlesin seiner eignen Natur, hatten ihn bisher znrückbebenmachen vor weltlicheren, aber minder ehrenhaften Absich-ten. So schien die Vertraulichkeit zwischen ihnen mehrauf Wohlwollen und Achtung, als ans Leidenschaft znberuhen. Er besuchte das Theater; er schlich sich hinterdie Scene, um mit ihr zn sprechen; er füllte sein Porte-feuille mit zahllosen Skizzen einer Schönheit, die ihn alsKünstler eben so wie als Liebenden bezauberte. Und Tagfür Tag schwankte er ans einem wechselnden Meere vonZweifel und Unentschlossenheit, von Zärtlichkeit und Miß-trauen. Und freilich wurde das letztere, gegen seine eignebessere Vernunft und Einsicht, beständig unterhalten undgenährt durch die nüchternen Warnungen McrvalsS. einesMannes der thatsächlichen Prosa.
Am Tag nach dem Abende, womit dieser Abschnittmeiner Geschichte begann, ritt Glyndon allein an derKüste des neapolitanischen Meeres hin, jenseits der Grottedes Posilipo. Es war Mittag vorüber; die Sonne hatteihre frühere Glut verloren, und ein kühles Lüftchen wehteköstlich von der schimmernden See herüber. Da sah er,einen Stein am Wege sich beugend, die Gestalt einesMannes, und als er näher kam, erkannte er Zanoni.
Der Engländer grüßte ihn höflich. „Habt Ihr eine